Entwicklungsstörungen der Zähne
Man unterscheidet primäre - also angeborene - und sekundäre Veränderungen. Diese werden in drei Kategorien eingeteilt:
- Die erste Kategorie umfasst Veränderungen in der Form, Zahl und Größe der Zähne. Es gibt angeborene Nichtanlagen, die im Erbgut gespeichert sind, ebenso eine erworbene Über- oder Unterzahl aufgrund einer zufälligen lokalen Störung in der Entwicklung während der Schwangerschaft. Formveränderungen treten häufig bei angeborener Syphilis auf, es gibt aber auch Zwillingsbildungen oder Verschmelzungen.
- In der zweiten Kategorie findet man Störungen der Bildung der Zahnhartsubstanzen, die beispielsweise bei Verletzungen, Infektionskrankheiten, Rachitis oder genetischen Defekten auftreten können. Teilweise kann der Schmelzüberzug komplett fehlen.
- Die dritte Kategorie enthält verschiedene Zahnverfärbungen. Man unterscheidet Einlagerungen und Auflagerungen. Ursachen hierfür können chemische oder traumatische Einflüsse oder innere Erkrankungen sein. Verfärbungen durch äußere Einflüsse wie Kaffee oder Tee lassen sich durch Politur gegebenenfalls etwas mindern. Alle anderen Verfärbungen lassen sich nicht rückgängig machen, höchstens mittels Überkronung oder durch prothetische Maßnahmen beheben.
Damit sich die Zähne Ihres Kindes gesund entwickeln, sollte es alle dafür wichtigen Nährstoffe bekommen. Eine gesunde Ernährung ist deshalb besonders wichtig. Es sollte darin genügend Eiweiß, Vitamine und Spurenelemente enthalten sein, genauso wie die wichtigen Mineralstoffe, Fluorid, Eisen, Kalzium und Phosphat. Gut für die Zähne sind vor allem Nahrungsmittel, die gekaut werden müssen und so auch für die richtige Entwicklung des Kiefers und für regen Speichelfluss sorgen.
Sind alle Zähne durchgebrochen, hat ein Erwachsener 28 bleibende Zähne + vier Weisheitszähne.
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