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Reportage des Monats: Füllungen

Gesundheit und Schönheit spielen auch im Bezug auf die Zähne eine immer größere Rolle. So wird bei der Versorgung eines defekten Zahns mit einer Füllung die perfekte Optik gepaart mit höchster Qualität erwartet. Statt herkömmlicher Füllungen kommen immer mehr die hochwertigen Einlagefüllungen wie Inlays, Onlays oder Overlays zum Einsatz. 

Karies ist immer noch die häufigste Zahnerkrankung: bis zu 85 Millionen Mal im Jahr wird diese Diagnose von Zahnärzten gestellt. Für eine fachgerechte Versorgung, muss die geschädigte Zahnsubstanz entfernt  und der Zahn anschließend fachgerecht wieder gefüllt werden. Dafür stehen dem Patienten mehrere Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung: es gibt herkömmliche plastische Füllungen aus Amalgam oder Kunststoff und sogenannte Einlagefüllungen, wie Inlays, Onlays oder Overlays aus Gold, Keramik oder Kunststoff. Erstere aus Amalgam gelten dabei für die Krankenkasse als Regelversorgung. Für alle anderen muss der Patient die Zusatzkosten selbst übernehmen. Doch in den letzten Jahren spiegelt sich trotzdem eine Hinwendung zu den Einlagefüllungen ab, denn die Patienten erwarten von ihrem Zahnersatz beste Stabilität und immer öfter auch ausgeprägte Ästhetik und sind daher auch bereit, mehr dafür zu investieren.

Einlagefüllungen: die unterschiedlichen Formen
Man unterscheidet Einlagefüllungen anhand der Ausdehnung in die drei verschiedenen Formen Inlay, Onlay und Overlay. Inlays liegen innerhalb der Kaufläche des Zahns und sind rundum von der Zahnsubstanz umgeben. Das Onlay reicht bis zu den Höckerspitzen des Zahn und ein Overlay wird über einen oder mehrere Zahnhöcker eingesetzt. In Wirkung und Herstellung unterscheiden sie sich nicht.

 

Einlagefüllungen: eine kleine Materialkunde

Gold-Inlay

Am häufigsten wird für Einlagefüllungen Gold verwendet. Besser gesagt eine Goldlegierung, da reines Gold viel zu weich wäre. Es gilt wegen seiner hohen Stabilität, seiner Langlebigkeit und seiner Bioverträglichkeit als das Nonplusultra in der Zahnmedizin. Gerade im Backenzahnbereich ist es wichtig, dem hohen Kaudruck standzuhalten und mit einem Gold-Inlay hat der Zahn eine fast so hohe Belastbarkeit wie ein gesunder Zahn. Vom Körper wird Gold als Material am besten akzeptiert und durch eine perfekte Passgenauigkeit lässt sich der Randabschluss exakt garantieren: dadurch können Bakterien nicht eindringen und den Zahn nicht weiter schädigen. Einziger Nachteil von Gold-Inlays: sie sind im Mund deutlich sichtbar und werden deshalb häufig von Patienten nur für den hinteren Mundbereich ausgewählt.

 

Keramik-Inlay

Ein zweites Material ist Keramik. Dieses ist besonders für den vorderen Backenbereich geeignet, da die Zahnfarbe individuell anpassbar ist und das Inlay sich somit nicht von den anderen Zähnen abhebt. Auch für den hinteren Backenbereich wird immer häufiger Keramik gewählt. Aufgrund der Stabilität des Materials ist dies auch möglich. Allerdings gilt Keramik als eher spröde und somit als bruchgefährdet. Dennoch kann die Zahnform wieder perfekt nachgebildet werden und der Zahn wird wieder stabilisiert. Inzwischen ist es auch möglich, die Ästhetik von Keramik mit der Stabilität von Gold durch die Anfertigung eines keramisch verblendeten Inlays. Dabei wird Keramik auf ein Gold-Inlay aufgetragen und es bleibt nur ein hauchdünner Goldrand sichtbar.

Als günstige Alternative gilt das Kunststoff-Inlay. Das ebenfalls zahnfarbene Material ist leichter zu verarbeiten, hat allerdings auch einige Nachteile: es verschleißt schneller als Keramik und Gold und ist für die Kauflächen nicht immer geeignet. Diese Form von Inlays wird daher eher für kleinere Defekte auf den seitlichen Zahnflächen eingesetzt.
Damit der Patient sich entscheiden kann, sollte der Zahnarzt ihm diese verschiedenen Varianten schildern und in seinem individuellen Fall Empfehlungen geben. Gemeinsam wird dann entschieden, was die beste Lösung für den Patienten ist.

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