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Reportage des Monats: Ganzheiltliche Zahnbehandlung

Auswirkungen von Zahnfehlstellungen auf den Körper
Auch Fehlstellungen der Zähne, fehlende Zähne oder zu hohe oder niedrige Füllungen können Auswirkungen auf den gesamten Körper haben.
In einem gesunden Gebiss ist ein Zahn elastisch im Knochen aufgehängt und seine Kaukraft wird bei senkrechter Belastung gleichmäßig vereilt. Dabei gibt es meist drei Kontakte zum Gegenzahn. Bei einer Störung dieser Kontakte kann es dazu kommen, dass der Zahn nicht mehr oder in die falsche Richtung belastet wird. Ein erstes Resultat daraus ist oft eine Schädigung des Zahnfaches oder längerfristig gesehen die Veränderung der gesamten Kieferposition, denn der Körper versucht automatisch Widerständen auszuweichen oder diese zu kompensieren.

Bei einem Zahn, der seine Ursprungshöhe verliert, kann sich eine Kompensation entwickeln, bei welcher der Unterkiefer durch einen verstärkten Muskelzug kräftiger angezogen wird. Es kommt so zu einer stärkeren Belastung der Zähne. Um sich Entlastung zu verschaffen, baut der Körper Gewebe ab - Defekte im Zahnhalsbereich, Zahnlockerungen oder Bildung von Knochentaschen sind die Folge. Auch eine Knorpelquetschung kann entstehen und schmerzhafte Entzündungen oder Knacken im Kiefergelenk hervorrufen.
Die ganze Kaumuskulatur wird zwangsweise überlastet und verspannt - dies versucht der Körper wiederum auszugleichen, indem er etwa an anderen geeigneten Stellen zum Ausgleich Muskeln verkürzt. Im schlimmsten Fall können Verdrehungen der Wirbelsäule und schließlich mechanische Schäden verursacht werden. In Experimenten wurde nachgewiesen, dass bereits eine Abweichung der Bisslage von 1 mm zu muskulären Kompensationen in der Wirbelsäule von bis zu 1 cm führen kann.

Liegen Symptome, wie Zahnlockerungen, Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, Kiefergelenkknacken oder Schmerzen und Verspannungen im Bereich der Kaumuskulatur vor, sollte dies in einem ganzheitlichen Zusammenhang untersucht werden, denn ein mechanisch gesundes Kausystem reagiert auch unter Stress selten mit Beschwerden.
Weiterhin ist es dann nicht sinnvoll, Zahnbehandlungen, wie etwa das Einsetzen einer Krone oder Brücke, durchzuführen, da dies den Kompensationszustand fixieren könnte. Gehen Sie also vor der Behandlung in einen Informationsaustausch mit Ihrem Zahnarzt. Er sollte zusätzlich checken, wie Ihre Zähne zueinander stehen, in welchem Zustand sich Kaumuskulatur und Wirbelsäule befinden und an welcher Stelle sich der Kiefer befindet. Stimmen die Beziehungen zueinander, kann die Behandlung beginnen. Wenn nicht, muss die alte Ordnung erst wieder hergestellt werden.

Auswirkungen von Füllungen auf den Körper
Liegt bei einem Patienten Karies vor, muss dieses beseitigt und durch eine Füllung behandelt werden. Klar ist dabei, dass eine Füllung künstlich ist und es kein biologisch optimales Füllmaterial gibt. Verwendet werden Füllmaterialien, wie Kunststoff, Gold, Keramik oder Amalgam (Lesen Sie dazu auch "Was ist Zahnersatz eigentlich"). Amalgam steht wegen seines Anteils an Quecksilber seit langem in der Diskussion und wird unter der ganzheitlichen Zahnmedizin als Füllstoff eher nicht in Betracht gezogen. Denn Amalgamunverträglichkeiten können zu Störungen von chemischen Zyklen im Körper oder dem Blockieren von Enzymen und Katalysatoren führen und somit psychologische Störungen oder Erkrankungen der Mundhöhle hervorrufen. Wenn bereits eine Amalgamfüllung im Mund besteht, wird in diesem Zusammenhang meist empfohlen sie zu entfernen.
Verbleibt diese im Mund und es wird angedacht eine Goldfüllung einzusetzen, kann es zwischen den verschiedenen Metallen zu einem gesundheitsschädlichen Stromfluss kommen. Durch diesen entsteht ein Spannungsfeld, welches sich oft in Kopfschmerzen äußert.

Die ganzheitliche Zahnmedizin ist somit ein sehr komplexes Feld und geht deutlich über den herkömmlichen Bereich der Zahnmedizin heraus. Sie setzt voraus, dass Zahnärzte mit Allgemeinärzten eng zusammenarbeiten und Wissen haben, das deutlich über die Grenzen ihres Fachbereichs hinausgeht. Häufig werden hier auch Therapien angewandt, die ansonsten in der Zahnmedizin eher selten zu finden sind, wie etwa Homöopathie, Akupunktur oder Magnetfeldtherapie.
Bei den angewandten Methoden ist allerdings eine Kostenübernahme der Krankenkasse oft nicht gegeben, da sie nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind. Somit müssen Sie selbst entscheiden, ob sie eine solche Behandlung durchführen möchten und deren Kosten tragen möchten. Die Abrechnung erfolgt gemäß § 2 Abs. 3 der amtlichen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Wir empfehlen daher, vor Behandlungsbeginn eine detaillierte Kostenübersicht bei Ihrem Zahnarzt anzufordern.

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