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Reportage des Monats: Hypnose

Anwendung der Hypnose bei zahnärztlichen Behandlungen
Die zahnärztliche Hypnose wird vor allem bei Angstpatienten häufig angewandt. Sie soll eine angstfreie und schmerzlose Behandlung ermöglichen. Die Patienten können sich durch die Hypnose auf angenehme Vorstellungen konzentrieren und so die Schmerzen ausblenden. Dabei sind Menschen mit einer ausgeprägten Phantasie und guter Konzentrationsfähigkeit besonders empfänglich. Es wurde wissenschaftlich belegt, dass durch die Hypnose Stresssignale des Körper, sowie Puls- und Blutdruckerhöhung, Muskelverkrampfungen oder vermehrte Schweißbildung nachlassen. Da Schmerzen meist nicht völlig abgeschaltet werden können, ist eine zusätzliche Anwendung von Betäubungsmittel ratsam - doch hier reicht in der Regel ein Bruchteil der üblichen Menge aus.

Viele Patienten reagieren aufgrund der Bohrgeräusche beim Zahnarzt besonders panisch. Damit diese nicht mehr so stark gehört werden, bekommen die Patienten zusätzlich Kopfhörer aufgesetzt und werden über eine Entspannungs-CD in die Trance geleitet. Bevor die Behandlung wirklich gestartet wird, werden in der Regeln zwei bis drei Lehrhypnosen durchgeführt, in denen der Trancezustand "trainiert" wird.

Wenn die Hypnose wirkt, kann also Angst und Schmerz bei einer zahnärztlichen Behandlung nehmen und die Patienten erwachen angenehm entspannt und ausgeruht. In Deutschland gibt es bereits ca. 2000 Zahnärzte, die Hypnose in ihrer Praxis anbieten.

Was muss bei einer Hypnose beachtet werden?
Ein großer Nachteil der Hypnose ist allerdings, dass sie von den Krankenkassen nicht als Behandlungsmethode anerkannt wird und somit die Kosten auch nicht erstattet werden. Sie gilt somit als Privatleistung und wird zwischen Praxis und Patienten direkt abgerechnet. Auch Privatversicherte sollten vorab klären, ob ihre Versicherung für die Kosten aufkommt.
Bei Epileptikern, psychisch kranken Personen und sehr dementen Patienten wird von einer Hypnose eher abgeraten.
Ist die Behandlung vorbei, muss die Hypnose vom Hypnotiseur auf jeden Fall zurückgenommen werden. Dabei werden die vorher beigebrachten Suggestionen wieder aufgehoben und der Patient kehrt wieder zu vollem Bewusstsein zurück. Wenn diese Zurücknahme unterbleibt, können psychische Störungen auftreten.

Fazit
Insgesamt lässt sich sagen, dass Hypnose heute längst kein Hokuspokus mehr ist - im Gegenteil gibt es mehrere wissenschaftliche Untersuchungen und Studien dazu. So konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass sich in Trance tatsächlich das Gehirn verändert - so beruht die Wirkung der Hypnose also keineswegs auf Einbildung, wie Kritiker früher glaubten. Allerdings bis heute nicht erklärbar, wie es zu der extrem veränderten Wahrnehmung unter Hypnose kommt. Ein Manko der Hypnose bleibt auch: es lassen sich nicht alle Menschen ohne Weiteres hypnotisieren. Etwa jeder Zehnte ist aus unerfindlichen Gründen resistent dagegen, selbst wenn er eigentlich gerne hypnotisiert werden würde.

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