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Reportage des Monats: Zahnärztliche Hypnose

Jeder kennt Shows im Fernsehen, in welchen ein Hypnotiseur scheinbar willenlose Menschen peinliche Dinge machen lässt. Davon ist die Hypnose, die in der Medizin angewandt wird, allerdings weit entfernt. Sie soll Menschen helfen angstfrei und schmerzlos z. B. eine Zahnbehandlung zu überstehen. Doch kann Hypnose dies wirklich realisieren?

Was ist eigentlich Hypnose?
Das Wort Hypnose gründet sich auf dem griechischen Wort hypnos = der Schlaf. Sie beschreibt einen zeitweilig veränderten Bewusstseinszustand, der durch einen Hypnotiseur oder auch Selbsthypnose herbeigeführt und auch wieder beendet wird. Grundvoraussetzungen für eine mögliche Hypnose sind ein großes Vertrauen zwischen Hypnotiseur und Patient, eine entspannte Umgebung und die Einwilligung des Patienten.

Man unterscheidet dabei zwischen der direkten, klassischen Methode, die durch schwingende Pendel oder starren auf einen Lichtpunkt mit einem direkten Befehl eingeleitet wird. Oder der indirekten Methode, die darauf abzielt, fast beiläufig während des Gesprächs den Bewusstseinszustand zu ändern. Laut der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose ist die indirekte Methode bei etwa 90 Prozent der Bevölkerung anwendbar. Dabei wird der rationale Teil Bereich des Gehirns abgeschaltet und alles, was unangenehm ist, ausgeschaltet.

Verschiedene Stadien der Hypnose
Der hypnotische Zustand lässt sich in drei verschiedene Stadien unterscheiden:

  • Leichte Trance: Der Puls schlägt langsamer und die Atmung wird ruhiger und tiefer. Den Patienten befällt eine Schläfrigkeit und er bekommt schwere Arme und Beine. Meist schließen sich die Augen und die Lider flackern stark.
  • Mittlere Trance: Die Patienten entwickelnt das Gefühl, sich in einer inneren Welt zu befinden und können völlig in ihrer Fantasie aufgehen. Äußere Begebenheiten werden unwichtig und meist kaum bemerkt.
  • Tiefe Trance: Die Patienten befinden sich wie im tiefen Schlaf und das Empfindungsvermögen ihres Körpers ist so herabgesetzt, dass sie oft keine Schmerzen mehr empfinden. Nach der Trance ist die Erinnerung meist bruchstückhaft.

Doch egal, in welchem Stadium der Trance man sich befindet, es ist nicht so, dass man unter Hypnose völlig willenlos ist und alles mit sich geschehen lässt. Viel mehr ist es so, dass der Körper des Menschen über natürliche Schutzmechanismen verfügt, die aktiv werden, sobald er sich manipuliert fühlt.



Weiter zu Anwendung der Hypnose bei zahnärztlichen Behandlungen.

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