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Reportage des Monats: Implanate

Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr fast 1 Millionen Zahnimplantate eingesetzt. Die künstlichen Zahnwurzeln ersetzen verloren gegangene Zähne durch eine sichere Vorgehensweise und werden daher immer beliebter. In unserer Reportage haben wir Ihnen jede Menge interessante Informationen rund um das Implantat zusammengefasst.

Der Implantataufbau
Ein Implantat setzt sich aus drei verschiedenen Bausteinen zusammen – die künstliche Zahnwurzel, dem Implantatpfosten und der Zahnkrone. Die künstliche Zahnwurzel aus bioverträglichem Titan wird direkt in den Kieferknochen eingesetzt. Sie stellt eine Schraube oder Zylinder dar und ist ca. 16 cm lang. Auf dieser Zahnwurzel wird der sogenannte Implantatpfosten verankert, der entweder aus Titan oder Keramik besteht. Er bildet das Verbindungsstück zur künstlichen Zahnkrone, die aus Metall mit Keramikverblendung oder nur aus Keramik hergestellt wird. Die Fixierung der Krone erfolgt mit Hilfe einer Schraube oder Zement. Implantate können die Basis für einzelne Zähne, für Brücken oder auch für festsitzende oder herausnehmbare Prothesen sein.

Der Weg zum Implantat
Bevor ein Implantat eingesetzt werden kann, müssen Zähne, Zahnfleisch und Kieferknochen sorgfältig untersucht werden. Liegen Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen vor, müssen diese erst behandelt und geheilt werden, bevor implantiert werden kann. Des Weiteren erfolgt eine genaue Planung der Position des Implantats und die Betrachtung des Kieferknochens. Implantate benötigen eine hohe Stabilität, daher sollten sie nur in einen gesunden und starken Kieferknochen eingesetzt werden. Wird bei der Untersuchung festgestellt, dass der Knochen nicht stabil genug ist, kann dieser mit körpereigener Knochensubstanz oder Knochenersatzmaterialien aufgebaut werden.

Sind sowohl Zähne als auch Zahnfleisch und Knochen in gutem Zustand, kann mit der Implantation begonnen werden. Diese erfolgt meist ambulant unter örtlicher Betäubung.
Das Implantat verwächst dann innerhalb von drei bis sechs Monaten mit dem Kieferknochen. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, setzt der Zahnarzt das Verbindungsstück und die künstliche Zahnkrone ein. Erst dann kann wieder fest zugebissen werden. Damit das Implantat lange erhalten bleibt, sind eine sorgfältige Mundhygiene und regelmässige professionelle Zahnreinigungen ein Muss.


Weiter zu Sofortimplantation, Periimplantitis und den Kosten.

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