Die Sofortimplantation
In seltenen Fällen kann auch eine Sofortimplantation direkt oder nur kurz nachdem der natürliche Zahn entfernt wurde, durchgeführt werden. Häufig kommt dies vor, wenn der Zahn durch einen Unfall verloren und der Kieferknochen dabei nicht verletzt wurde. Manchmal kann das Implantat sogar direkt mit einer künstlichen Zahnkrone versehen werden. Durch diese Vorgehensweise bleibt der Kieferknochen an seiner Position und der nach der Zahnextraktion typische Rückgang von Kieferknochen und Zahnfleisch bleibt aus. Die gängigere Methode ist allerdings die verzögerte Sofortimplantation, die erst einige Wochen nach der Zahnextraktion durchgeführt wird.
Gefahr für das Implantat
Bei unzureichender Mundhygiene kann es im Bereich des Implantats zu einer sogenannten Periimplantitis kommen. Sie beschreibt eine Entzündung des Zahnfleisches rund um das Implantat und kann unbehandelt zu Knochenverlust, Lockerung des Implantats und schließlich zu dessen Verlust führen. Bakterien haben meist ein leichtes Spiel, da der Übergang zwischen Implantat und Zahnfleisch durchlässiger als zwischen gesundem Zahn und Zahnfleisch ist. Der Verlauf der Krankheit ist zu vergleichen mit dem der Parodontose.
Die Kosten
Die genauen Kosten für ein Implantat sind schwer pauschal anzugeben, da sie von der Anzahl der zu ersetzenden Zähne und vom Umfang der Implantation abhängen. Die Kosten für die Implantation einer künstlichen Zahnwurzel liegen mit den Materialkosten, dem Arzthonorar und Röntgen ca. zwischen 750 und 1.500 Euro. Bei der künstlichen Zahnkrone muss man noch einmal mit den selben Kosten rechnen. Für eine Implantation bekommen Patienten einen Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse. Dieser richtet sich nach dem befundorientierten Festzuschuss für eine Zahnlücke. Der Patient hat hier die Wahl zwischen verschiedenen Arten des Zahnersatz.
Schon gewusst?
Durch den regelmässigen Zahnarztbesuch und den Nachweis im Bonusheft kann sich der Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse erhöhen!














