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Implantate

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel. Es wird eingesetzt, um fehlende Zähne oder Zähne, die gezogen werden müssen, zu ersetzen. Implantate werden aus hochreinem Titan hergestellt, da dieses Material für den menschlichen Körper die besten Voraussetzungen erfüllt: Es ist biokompatibel, gewebefreundlich und wird somit von Knochen und Geweben gut angenommen. Es verursacht keinerlei Allergien. Implantate werden somit in der Regel vom Körper nicht abgestoßen.

 

Implantat im Unterkiefer

Sobald ein Implantat in den Kieferknochen eingesetzt wurde, setzt der Prozess der Osseointegration ein, d. h. die Knochenzellen wachsen in die raue Oberfläche des Implantats und verbinden sich fest mit ihr. Somit bilden das Implantat und der Knochen mit der Zeit eine feste Einheit. Nach dieser Einheilphase, die bis zu sechs Monaten dauern kann, wird der vorgefertigte Aufbau auf das Implantat geschraubt, der schließlich den eigentlichen Zahnersatz trägt. Im Prinzip kann bei jedem Patient ein Implantat eingesetzt werden, aber die Zähne sollten dazu sehr gewissenhaft gepflegt werden.

 

Vier Implantate im Oberkiefer

Implantate bieten aus verschiedenen Gründen eine optimale Versorgung. So sind sie ähnlich stark belastbar wie eigene Zähne und fühlen sich auch so an. Der Knochen des Kiefers wird nicht zurückgebildet, wie bei vielen Prothesen, denn der natürliche Druck auf den Kieferkochen bleibt erhalten. Da sie sich perfekt in das Gebiss einpassen, entstehen für den Patienten keinerlei Sprachprobleme. Auch die Nachbarzähne werden nicht in Mitleidenschaft gezogen, denn sie müssen nicht, wie etwa bei einer Brücke, abgeschliffen werden.

 

Allerdings besitzen nicht alle Kiefer die besten Voraussetzungen für Implantate. So muss die Kieferstärke oder -qualität stark genug sein, um ihm genügend Halt zugeben. Ansonsten muss in einer separaten Operation zusätzliches Knochengewebe in den Kiefer eingesetzt werden. Auch ist der Einsatz bei einigen Krankheiten, wie etwa Diabetes oder Leukämie, nicht empfehlenswert und bei übermäßigem Alkoholgenuss oder Rauchen kann es zu einem Misserfolg kommen. Das Implantat verwächst hier oft nicht richtig mit dem Kiefer.
Die Kosten sind wegen der aufwändigen Prozedur des Einsatzes und der Herstellung relativ hoch. Auch hier wird nur der Anteil der Regelversorgung, also der einer Brücke, von der Krankenkasse übernommen, somit fällt der Eigenanteil bei einem Implantat sehr hoch aus.

Informieren Sie sich hier über Prothesen.

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