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Reportage des Monats: Klebebrücken

Im weiteren Behandlungsablauf wird die Abformung der beiden Kiefer sowie des Bisses angefertigt. Aufgrund dieser Formen wird im Labor anschließend das Gerüst aus Metall oder Keramik hergestellt. Ein Metallgerüst besteht aus Nichtedelmetalllegierungen, wie etwa Kobalt-Chrom oder Nickel-Chrom-Legierungen, denn diese weisen eine höhere Elastizität als Edelmetalllegierungen auf und lassen sich besser adhäsiv befestigen. Ist das Gerüst fertig, erfolgt die Einprobe beim Zahnarzt. Hierbei können durch ihn noch kleinere Korrekturen vornehmen. Passt soweit alles, wird im Labor die Verblendung in der zuvor abgestimmten Zahnfarbe vorgenommen. Bei einer zweiten Einprobe werden Passung, Okklusion und Ästhetik überprüft. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, kann die Brücke mittels speziell entwickelter Kunststoffkleber eingesetzt werden. Wurde die Klebebrücke komplett aus Keramik angefertigt, ist sie um Mund anschließend praktisch unsichtbar.

Wie bei jeder Art von Zahnersatz ist eine gewissenhafte Mundpflege und eine regelmässige Kontrolle beim Zahnarzt unerlässlich - auch weil sich an den Rändern der Anker leichter Karies bilden kann. Nur so kann eine Lebensdauer der Klebebrücke von ca. 10 - 15 Jahre ermöglicht werden. Des Weiteren muss der Zahnarzt auch den korrekten Halt der Flügel überprüfen. Hat sich ein Flügel gelöst und die Brücke weist keine Beschädigungen auf, kann sie erneut befestigt werden.

Positive Eigenschaften der Klebebrücke

  • Eingriff an der Zahnsubstanz der Pfeilerzähne ist gering
  • Herausragende Ästhetik, natürliche Zähne bleiben erhalten;
  • Keine Belastung des Zahnfleisches;
  • Auch für Kinder und Jugendliche geeignet;
  • Die Kosten der Klebebrücken liegen deutlich unterhalb von bspw. Brücke oder Implantat;


Negative Eigenschaften der Klebebrücke

  • Im Frontzahnbereich nur bis zum Einsatz von bis zu zwei Zähnen geeignet, im Backenzahnbereich höchstens von einem;
  • Empfindlich im Klebeverbund durch einwirkende Schwerkräfte;
  • Durchscheinende dünne Schneidezähne können sich durch das auf die Rückseite geklebte Metall leicht grau verfärben;
  • Schaffung eines stabilen Klebeankers ist nicht immer ohne starkes Abschleifen oder Störungen beim Zubiss möglich;


Wie bei jedem Zahnersatz gilt es also im Vorfeld mit dem Zahnarzt genau abzuwägen, ob er für die Bedürfnisse des Patienten auch geeignet ist. Generell betrachtet kann man aber sagen, dass Klebebrücken mittlerweile eine echte Alternative zu Brücken oder Implantaten darstellen.

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