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Reportage des Monats: Kunststoff-Füllungen

Der Behandlungsablauf
Das Einsetzen eines Komposits kann der Zahnarzt direkt beim Zahnarztbesuch durchführen. Begonnen wird mit der Behandlung des Zahns, indem die Wände rund um das Loch leicht angeätzt werden, um die Zahnfläche aufzurauen. Dadurch wird für einen besseren Halt der späteren Füllung gesorgt. Anschließend wird ein Haftmittel verteilt, welches eine feste Verbindung zwischen Komposit und Zahn bildet. Während der gesamten Behandlungszeit sollte möglichst kein Speichel in das Behandlungsfeld vordringen - dies wird oft mit Hilfe eines Kofferdams oder Watterollen gewährleistet. Nun wird das Komposit durch eine spezielle Technik (Bonding) mit dem Zahn verbunden. Dazu wird die Füllmasse in mehreren dünnen Schichten in die Kavität gefüllt. Jede Schicht muss erst mit einem speziellen Blaulicht ausgehärtet werden, bevor die nächste Schicht erfolgen kann. Diese Vorgehensweise ist nötig, da sie das Material beim Härten zusammenzieht. Daher muss vorher geplant werden, wie viele Schichten gelegt werden müssen, damit das Material nicht von der Kavitätenwand wegschrumpft. Somit kann nur mit dieser aufwändigen Verarbeitungsweise gewährleistet werden, dass das Material ausreichend gehärtet wird und sich keine Lufteinschlüsse bilden. Abschließend werden Füllung und Übergang zum Zahn glatt poliert. Durch die Politur erhalten die Komposite einen natürlich wirkenden Glanz, so dass sie neben der Zahnsubstanz kaum mehr auffallen.

Haltbarkeit von Kompositen
Bestehen Komposite aus hochwertigen Materialien halten sie durch Zusammensetzung und Beschaffenheit dem einwirkenden Kaudruck und der Belastung gut stand. Zudem sind sie sehr abriebfest. Daher kann man bei sorgfältig verarbeiteten Kompositen von einer hohen Lebens- dauer von mindestens 7 Jahren ausgehen. Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass eine regelmässige und gründliche Reinigung der Zähne erfolgt.

Die Kosten
Je nachdem wo das Komposit fällig ist, übernimmt die Krankenkasse ganz oder teilweise die Kosten für die Behandlung. Den vollen Zuschuss gibt es im Frontzahnbereich und im Seitenzahnbereich, wenn der Patient aus medizinischen Gründen keine Amalgamfüllung erhalten darf. Liegen keine medizinischen Gründe vor, zahlt die Krankenkasse nur den Anteil, den eine vergleichbare Amalgamfüllung gekostet hätte.

Komposite können also eine gute Wahl für Zahnfüllungen sein - besser ist aber die Erhaltung des gesunden natürlichen Zahns. Deshalb gilt: regelmässige Kontrolle beim Zahnarzt, zahngesunde Ernährung und gründliches Putzen!


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