Die Durchführung einer Geweberegeneration
Bevor eine GTR durchgeführt werden kann, muss eine optimale Mundhygiene vorliegen und die Zahnfleischtaschen müssen bereits durch eine parodontale Vorbehandlung gereinigt worden sein. Unter lokaler Betäubung kann dann der kleine chirurgische Eingriff durchgeführt werden, bei welchem die Wurzeloberfläche freigelegt und gereinigt und somit von verkalkten und unverkalkten Ablagerungen, wie etwa Zahnstein und bakteriellem Belag befreit wird.
In einem zweiten Schritt findet dann die eigentliche GRT-Maßnahme statt: es wird eine Barriere geschaffen, die das innere Taschenepithel (Tascheninnenhaut) von der Wurzeloberfläche fernhält. Dies wird mit Hilfe einer eingesetzten Membran ermöglicht (siehe Abbildung 2). In dem geschaffenen Hohlraum kann sich dann der Zahnhalteapparat ungestört wieder aufbauen. Verwendet werden hierzu sogenannte Barrieremembranen. Zusätzlich ist es möglich, bei dem Einsatz Substanzen, wie Granulate einzusetzen, die den Knochendefekt auffüllen (siehe Abbildung 3). Diese können dann vom Körper in eigenen Knochen umgewandelt werden.

- Abb. 2: Abdecken der Zahnfleischtasche mit Membran.

- Abb. 3: Gewebeaufbau durch Granulat.

- Abb. 4: Einbringen des Gels bei Knochendefekt.
Weiterhin besteht bei kleineren Gewebeverlusten die Möglichkeit, Gele (Schmelz-Matrix-Proteine) auf die gereinigte Zahnwurzeloberfläche aufzubringen. Sie enthalten wachstumsbegünstigende Eiweiße und die Gewebeneubildung erfolgt ohne den Einsatz einer Membran (Abbildung 4). Welches der Verfahren angewendet werden kann, hängt von der Größe des Gewebeverlusts am Zahnhalteapparat ab.
Nachsorge
Bei einer Parodontitis handelt es sich um eine chronische Erkrankung. Daher ist eine regelmässige zahnärztliche Betreuung erforderlich, um den Erfolg der GTR zu sichern und eine neue Erkrankung zu vermeiden. Bei den mehrmaligen Kontrollterminen im Jahr werden parodontale Untersuchungen vorgenommen, die den Parodontalstatus feststellen und eine subgingivale Reinigung (Reinigung unter dem Zahnfleischsaum) der Resttaschen vorgenommen. Man nennt diese Phase auch Parodontitis-Therapie oder Recall. Der Patient selbst sollte auf regelmäßige und gründliche Mundhygiene achten und Risikofaktoren, wie bspw. Rauchen vermeiden.
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