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Reportage des Monats: Phytotherapie

Nicht immer ist es nötig, gegen Zahnschmerzen oder Entzündungen im Mundbereich mit chemischen Mitteln vorzugehen, denn auch einige Pflanzen können hier recht wirksam eingesetzt werden. Das Heilen mit Pflanzen wird von Alters her angewandt und inzwischen kommen auch heute Behandlungen auf pflanzlicher Basis (Phytotherapie) wieder öfter zum Einsatz.

Die Phytotherapie setzt sich aus den griechischen Wörtern phyton = Pflanze und therapeia = Pflege zusammen und zählt zu den ältesten Therapieverfahren. Neben naturwissenschaftlichen Bewertungsmaßstäben werden in der Phytotherapie auch Erfahrungen herangezogen. Dabei werden rationale/allopathische Phytotherapie und traditionelle Phytotherapie unterschieden. Erstere basiert auf der naturwissenschaftlich begründeten Medizin, welche kausal und symptomatisch gegen die Erkrankung vorgeht. Zweitere hat sich aus der Volksheilkunde gebildet und hält sich an überlieferte Erfahrungen.

In der Therapie werden die Pflanzen entweder als Frischpflanzen, Extrakte oder Drogen verwendet. Die Wirksamkeit der Pflanzen variiert sehr, das Wirkungsspektrum ist sehr breit und sie besitzen weniger Nebenwirkungen als synthetische Medikamente.
Das Pflanzenmaterial sollte allerdings aus kontrollierten, biologischem Anbau stammen, damit Wirksamkeit und Unbedenklichkeit gewährt werden können. Aus den Pflanzen werden Öle, Harze, Wachse, Tees, Tinkturen, Extrakte oder Aufgüsse hergestellt.

Anwendung pflanzlicher Wirkstoffe in der Zahnmedizin

In der Zahnmedizin werden die gewonnen Wirkstoffe besonders bei Zahnschmerzen, Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten angewendet. Doch bereits in der Krankheitsvorsorge lässt sich durch pflanzliche Wirkstoffe einiges tun. So wird inzwischen immer öfter auf biologische Zahnpasta vertraut, die die Mundflora unterstützt und so gegen schädliche Mikroorganismen vorgeht. Hier haben sich besonders Ringelblume und Aloe vera als Inhaltsstoffe bewährt. Die Ringelblume setzt ätherische Öle frei und besitzt eine antibakterielle Wirkung. Auch Myrrhe, Kamille, Pfefferminzöl, Salbei und die Gewürznelke verfügen über diesen Effekt.
Pflanzen, die eine Art Schleim beinhalten sind für die Mundhygiene ebenso vorteilhaft. Der Schleim von bspw. Eibisch oder weißer Taubnessel legt sich reizmildernd über das Nervengewebe. Unterstützt wird diese Wirkung in Verbindung mit einem hohen Gerbstoffgehalt. Gerbstoffe sind besonders in Pflanzen, wie Ratanhiawurzel, Gänsefingerkraut, Heidelbeere oder Vogelknöterisch enthalten. Der Gerbstoffgehalt wirkt zusätzlich festigend auf das Gewebe und schützt es vor chemischen und physikalischen Angriffen.


Weiter auf Seite 2: Prophylaxe

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