Plastische Füllungen
Hat ein Zahn nur ein kleines Loch, erfolgt meist eine Ausbohrung mit anschließender plastischer Füllung. Die plastischen Füllungen werden im weichen Zustand in den Zahn gefüllt und dort ausgehärtet. Sie können direkt vom Zahnarzt beim Behandlungstermin hergestellt werden. Plastische Füllungen bestehen aus den Werkstoffen Amalgam oder Kunststoff.

- Amalgamfüllung Seitenansicht
Amalgam
Amalgam besteht aus einem Verhältnis von 50 Prozent Silber-Metallmischung in Pulverform und 50 Prozent Quecksilber. Die Quecksilberteilchen verbinden sich dabei mit dem Pulver und diese Mischung verhärtet dann. Dabei vereinigen sich aber nicht alle Pulverteilen mit dem Quecksilber, was dazu führt, dass die Mischung fester und stabiler wird. Ferner gibt es dadurch keinen Überschuss an Quecksilber, welcher sich verflüchtigen könnte. Die Mischung fügt sich so optimal in das behandelte Zahnloch ein und füllt es vollständig aus. Amalgam gehört aufgrund des Quecksilberanteils zu den bestuntersuchten zahnärztlichen Werkstoffen und wird heute als langfristig gut verträglich eingestuft. Der Werkstoff hat etwa eine Lebenszeit von acht bis zehn Jahren. Die Krankenkassen sehen Amalgamfüllungen als Regelversorgung an und übernehmen daher die vollen Kosten.

- Amalgamfüllung Draufsicht
Trotz dieses deutlichen Vorteils wird Amalgam heute aus verschiedenen Gründen abgelehnt - zum einen spielt die Ästhetik eine immer größere Rolle - in einem schönen Gebiss fällt eine dunkelgraue Füllung natürlich besonders auf. Weiterhin hat Amalgam nach wie vor einen schlechten Ruf und steht immer noch im Verdacht, einen schlechten Einfluss auf den Organismus zu haben, so dass oft vorsichtshalber darauf verzichtet wird.
Unser Tipp:
Diese Institute führen Amalgam-Unverträglichkeitstests durch:
Klinik und Polikliniken für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten der Universität Erlangen-Nürnberg - Poliklinik für Zahnerhaltung und Paradontologie
Dr. Johannes Ebert
Glückstraße 11, 91054 Erlangen
Wissenschaftliche Beratungsstelle München für Unverträglichkeitsreaktionen auf Dentalmaterialien (Ber-U-dent)
Telefonische Beratung und Terminvereinbarung unter 0 89/51 60 32 51 möglich.
Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde - Poliklinik für Zahnerhaltung
Prof. Dr. Klaus Ott
Waldeyer Straße 30, 48149 Münster

- Kunststofffüllung Seitenansicht
Kunststoff
Als Alternative zum Amalgam wird heute häufig Kunststoff als Füllung eines kariösen Zahns angewandt. Die Kunststofffüllungen, die von Zahnärzten Komposit genannt werden, setzen sich aus 70 Prozent Glas- und Quarzteilchen und nur aus rund 30 Prozent aus Kunststoff zusammen. Das weiche Gemisch lässt sich sehr gut in das behandelte Loch des Zahns einfüllen. Die Substanz schrumpft bei der Aushärtung, deshalb erfolgt die Einfüllung schichtweise. Unter der anschließenden Bestrahlung mit UV-Licht wird das Gemisch zu einer harten und dichten Füllung. Kunststofffüllungen sind sehr gut verträglich und halten, sofern sie nicht zu groß sind, gut acht bis zehn Jahre. Der Werkstoff wird vor allem deshalb sehr von den Patienten geschätzt, weil er individuell auf die Zahnfarbe angepasst werden kann und somit im Gebiss überhaupt nicht auffällt.

- Kunststofffüllung Draufsicht
Bei einem zu großen Loch, ist eine Kunststofffüllung allerdings nicht zu empfehlen, da das Material dann oft schlecht hält. Sofern Ihnen kein Attest über eine Quecksilberallergie vorliegt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Kunststofffüllung nicht. Sie schießt lediglich den Betrag, den eine Amalgamfüllung kosten würde, zu. Allerdings ist das Material meist relativ günstig und somit bleibt die Zuzahlung für den Patienten moderat.
Informieren Sie sich hier über Einlagefüllungen.










