Moderne Sportarten setzen immer mehr auf Risiko - sei es beim Inline-Skaten, Snowboarden oder Mountainbiken. Dabei wird zwar viel gewagt, aber oft zu wenig geschützt. Während die Schutzbekleidung aufgrund ihrer Abstimmung auf die Sportart und lässigem Styling meist gut ankommt, wird der Schutz für die Zähne vernachlässigt. Doch die Zahl der Zahnunfälle ist extrem hoch und Experten raten daher bei der Ausübung von Risikosportarten dringend zu einem individuell angepasstem Mundschutz!
13 bis 39 Prozent aller Zahn- und Mundverletzungen sind laut der deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) auf sportliche Aktivitäten zurückzuführen. Und bereits jedes dritte bis vierte Kind hatte bis zu seinem 16. Geburtstag bereits einen Zahnunfall. Besonders in vielen Trendsportarten ist das Risiko von Zahnunfällen sehr hoch. Die körperlichen Bewegungen werden immer extremer und die Sportarten werden oft sehr waghalsig ausgeführt. So ist es nicht verwunderlich, dass es öfter zu Unfällen kommt, bei denen häufig auch die Zähne betroffen sind. Rasante Fahrten auf der Buckelpiste, Saltos oder Sprünge mit dem Skateboard sind toll, wenn alles gut geht, aber wenn etwas daneben geht, kann das aufgrund unglücklicher Unfälle zur Beschädigung der Zähne oder Zahnverlust führen.
Statistisch gesehen, ist das Risiko einen Zahn durch einen Unfall zu verlieren, sogar höher als der Verlust der bleibenden Zähne durch Karies oder Parodontose. Besonders die Schneidezähne stehen hier mit einem 80-prozentigem Risiko im Fokus.
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Zahnunfälle bergen nicht nur ein gesundheitliches Risiko, sondern können auch enorme Kosten und dauerhafte Schädigungen im Zahnbereich zur Folge haben. Sportunfälle ohne Mundschutz führen so häufig zu einer gestörten Abbeißfunktion, die sich auch auf das Aussehen des Gesichts auswirkt. Dies trifft besonders bei Kindern und Jugendlichen zu, da hier die Ausbildung des gesamten Gebisses gestört werden kann. Ein so genanntes Frontzahntrauma, das entsteht, wenn die Zähne abbrechen oder ganz ausgeschlagen werden, kann zur lebenslangen Belastung werden. Und auch lebenslang Kosten verursachen: man kann davon ausgehen, dass der Verlust eines Frontzahns im Laufe der Zeit Ausgaben von schätzungsweise EUR 10.000 - 20.000 bedeutet.
Sport - nur mit Mundschutz!
So wie der restliche Körper mit spezieller Schutzbekleidung, wie Knieschoner, Ellbogenschoner oder Helm geschützt wird, sollte man bei den genannten Risikosportarten darauf achten, auch den Mund zu schützen. Durch diese wirkungsvolle und auch einfache Schutzmaßnahme könnte das Risiko eines Zahnunfalls bis zu 60 Prozent reduziert werden! Zusätzlich sinkt die Wahrscheinlichkeit an Lippen, Zunge, Ober- oder Unterkiefer und Kiefergelenken verletzt zu werden. Durch einen guten Mundschutz sollen die Kräfte, die durch Stürze oder einen Aufprall entstehen, abgefangen werden. Dadurch kann auch die Gefahr einer Gehirnerschütterung deutlich minimiert werden.











