Der Mundschutz wird normalerweise im Oberkiefer getragen und sollte bestimmte Anforderungen erfüllen, um einen optimalen Schutz garantieren zu können.
Laut der DGZMK sind dies folgende:
- Er bedeckt die Zahnreihen und das Zahnfleisch des Ober- und Unterkiefers
- Er beeinträchtigt weder den Biss noch die Kieferstellung
- Er hat keinen Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit
- Er beeinträchtigt weder Atmung noch Aussprache
- Er hat eine hohe Festigkeit und Haltbarkeit
- Er ist leicht zu reinigen, ist geschmacksneutral und geruchlos
- Er besitzt die Möglichkeit der Anpassung an wechselndes Gebiss und festsitzende kieferorthopädische Geräte
Man unterscheidet generell zwischen drei verschiedenen Mundschutztypen, die in der Schutzwirkung, dem Tragekomfort und der Herstellungsart verschieden sind:
Der konfektionierte Mundschutz
Dieser ist in Sportfachgeschäften als Gummischiene erhältlich. Er kann nicht individuell an die Zahnreihen angepasst werden und wird im Mund lediglich durch das Zusammenbeißen der Zähne festgehalten. Durch diese eher schlichte Lösung werden Mundatmung und Sprache erheblich beeinträchtigt und im Gegensatz zu den folgenden Mundschutztypen bietet der konfektionierte Mundschutz nur einen geringen Verletzungsschutz.
Der individuell angepasste Mundschutz
Hier handelt es sich um eine konfektionierte Schiene aus thermoplastischem Material. Durch die Erwärmung mit kochend heißem Wasser gerät es in einen weichen Zustand und kann so individuell an die Zahnreihen angepasst werden. Dieser Mundschutztyp ist mit ca. 40 - 50 Euro etwas teurer als der konfektionierte Mundschutz, bietet aber einen deutlich höheren Verletzungsschutz. Allerdings sollte der Mundschutz nur von Fachleuten angepasst werden - sonst leiden sowohl Qualität als auch Schutzwirkung.
Der individuell hergestellte Mundschutz
Für die Herstellung dieses Mundschutztyps fertigt der Zahnarzt Modelle von Ober- und Unterkiefer an. Diese dienen dem Zahntechniker in einem professionellen Dentallabor als Grundlage, die Mundschutzschienen mittels Vakuum-Pressverfahren genau an die Zahn-, Kieferkamm- und Schleimhautverhältnisse des Patienten anzupassen. Die Kosten für diesen Typ liegen je nach Sportart, Farbe und Design bei ca. 120 - 180 Euro.
Nach dem Tragen wird der Mundschutz mit fließendem Wasser abgespült oder gleich mit der Zahnbürste gereinigt. Anschließend sollte er feucht gelagert werden, um die Flexibilität und Festigkeit der Schiene weiterhin zu gewährleisten. Am besten ist die Lagerung in der einer antiseptischen Mundspüllösung in einer festverschließbaren Kunststoffbox.
Die DGZMK empfiehlt ausdrücklich das Tragen eines Mundschutzes bei der Ausübung der erwähnten Sportarten - vorgeschrieben ist er allerdings nicht und kommt daher bis jetzt noch relativ selten zum Einsatz.











