Zahnbehandlungen sind meist eine außergewöhnliche Belastung - das ist uns allen klar. Doch dass dies auch das Finanzamt anerkennt, davon wissen die meisten nichts. Ob und wie Sie durch die außergewöhnlichen Belastungen Steuern sparen können, erklären wir Ihnen im Folgenden.
Zahnersatz, wie Kronen, Brücken, Prothesen oder Implantate sind sehr teuer - hier ist also jede Möglichkeit, Geld zu sparen hilfreich. Neben der Tatsache, dass man mit der Führung des Bonusheft einen höheren Zuschuss von der Krankenkasse bekommen kann, darf Zahnersatz auch bei der Einkommenssteuer angegeben werden. Denn laut § 33 des Einkommenssteuergesetzes können Kosten für Zahnersatz jeglicher Art zu "Außergewöhnlichen Belastungen" werden und sind somit in manchen Fällen steuerlich absetzbar.
Dabei bemisst sich die steuerliche Berücksichtigung der Selbstbeteiligung bei zahnärztlichen Maßnahmen nach dem Einkommen des Versicherten. Weiterhin gibt der Familienstand und die Kinderzahl den Ausschlag, wie hoch die die zumutbare Eigenbelastung ist.
Alle Kosten, die in diesem Jahr darüber hinaus durch die Eigenbeteiligung an allgemeinen Krankheitskosten entstehen - also Zuzahlungen, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden, können als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden. Dazu zählen neben den zusätzlichen Ausgaben für Zahnersatz übrigens auch Brillen, Praxisgebühr und verschiedene Medikamente. Am besten lassen Sie sich dazu von Ihrem Steuerberater, dem Lohnsteuerhilfeverein oder dem Finanzamt beraten.
Als Risikosportarten gelten:
Zahnunfälle bergen nicht nur ein gesundheitliches Risiko, sondern können auch enorme Kosten und dauerhafte Schädigungen im Zahnbereich zur Folge haben. Sportunfälle ohne Mundschutz führen so häufig zu einer gestörten Abbeißfunktion, die sich auch auf das Aussehen des Gesichts auswirkt. Dies trifft besonders bei Kindern und Jugendlichen zu, da hier die Ausbildung des gesamten Gebisses gestört werden kann. Ein so genanntes Frontzahntrauma, das entsteht, wenn die Zähne abbrechen oder ganz ausgeschlagen werden, kann zur lebenslangen Belastung werden. Und auch lebenslang Kosten verursachen: man kann davon ausgehen, dass der Verlust eines Frontzahns im Laufe der Zeit Ausgaben von schätzungsweise EUR 10.000 - 20.000 bedeutet.
Sport - nur mit Mundschutz!
So wie der restliche Körper mit spezieller Schutzbekleidung, wie Knieschoner, Ellbogenschoner oder Helm geschützt wird, sollte man bei den genannten Risikosportarten darauf achten, auch den Mund zu schützen. Durch diese wirkungsvolle und auch einfache Schutzmaßnahme könnte das Risiko eines Zahnunfalls bis zu 60 Prozent reduziert werden! Zusätzlich sinkt die Wahrscheinlichkeit an Lippen, Zunge, Ober- oder Unterkiefer und Kiefergelenken verletzt zu werden. Durch einen guten Mundschutz sollen die Kräfte, die durch Stürze oder einen Aufprall entstehen, abgefangen werden. Dadurch kann auch die Gefahr einer Gehirnerschütterung deutlich minimiert werden.












