Ausgeschlagene Zähne
Ob durch Sport, eine Rauferei oder einen Unfall - wenn ein Zahn ausgeschlagen wird, muss es schnell gehen. Denn der Zahn sollte auf jeden Fall gerettet und die Zahnlücke wieder gefüllt werden. Ist eine Zahnlücke entstanden, stagniert dort das Knochenwachstum und der verformte Kiefer kann später nur schwer wieder korrigiert werden. Sie sollten den ausgeschlagenen Zahn also suchen und dann sofort zum Zahnarzt eilen. Wichtig ist, dass der Zahn nicht länger als 20 bis 30 Minuten trocken sein darf. Für den Transport des Zahns eignet sich am besten eine Zahnrettungsbox mit einer speziellen Nährstofflösung - Sie bekommen diese in Apotheken.
Falls keine Zahnrettungsbox vorhanden ist, sind folgende Übergangslösungen für den Transport möglich:
- Einlegen in H-Milch
- in Kunststofffolie einwickeln
- in eine isotone NaCl-Lösung einlegen (aus der Apotheke)
- Aufbewahrung im Mund (wird aber wegen Verschluckungsgefahr nicht geraten)
In den Übergangslösungen hält es ein Zahn maximal 30 Minuten aus und er sollte dann entweder implantiert oder in die Zahnrettungsbox umgelagert werden. In dem speziellen Nährmedium überlebt der Zahn mindestens 24 bis 48 Stunden bei Zimmertemperatur. Auch Zahnbruchstücke lassen sich so am besten transportieren.
Wenn Sie den Zahn gefunden haben, dürfen Sie ihn auf keinen Fall an der Wurzel anfassen. Lassen Sie eventuelle Schmutzpartikel einfach auf dem Zahn, damit die Wurzelhaut durch eine Reinigung nicht weiter beeinträchtigt wird. Ist die Wurzelhaut zu sehr beschädigt, kann der Zahn nicht mehr eingesetzt werden.
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