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Reportage des Monats: Zahnaxtraktion
Zahnlockerung
Mit dem Hebel wird der Zahn gelockert.

 

Dann kann der Vorgang mit dem Ziel der schonenden Herauslösung des Zahns aus seinem Zahnfach beginnen. Dazu benutzt der Zahnarzt spezielle Instrumente wie den Hebel oder die Zange. Zuerst wird dabei das Zahnfleisch von der Wurzel gelöst, die parodontalen Fasern zerrissen und die umgebenden knöchernen Wände gedehnt damit das Gewebetrauma möglichst gering gehalten wird.

Zahnextraktion
Mit der Zange wird der Zahn gezogen.

 

Mit der Zange wird der Zahn dann gezogen, Dazu sollte sie möglichst flächenhaft den Zahn im Zahnhalsbereich umfassen, damit eine optimale Kraftübertragung während der Kipp-, Dreh- und Zugbewegungen möglich ist. Im Idealfall geht der Zahnarzt dabei langsam und mit Gefühl vor, damit das Gewebe Zeit hat, der Kraft nachzugeben und auszuweichen. Ist der Zahn dann entfernt, wird der Knochen sorgfältig gereinigt. Dabei werden Entzündungsgewebe und eventuelle Knochenteilchen sorgsam entfernt. In der Regel beißt der Patient dann auf einen Mulltupfer, um die Blutung einzudämmen. Dann wird die Mundschleimhaut über der Wundstelle vernäht und nach etwa sieben Tagen können die Nähte wieder entfernt werden.

 

In seltenen Fällen ist eine richtige Operation zur Entfernung eines Zahns notwendig. Dies kann eintreten, wenn bspw. die Zahnkrone so stark zerstört ist, dass man sie mit der Zange nicht mehr fassen kann. Hilft auch der Hebel nicht weiter, muss der Zahnarzt das umgebende Zahnfleisch aufschneiden und es zusammen mit der Knochenhaut vom Knochen wegschieben. Anschließend wird der Knochen soweit abgefräst, dass die Wurzel mit einem Hebel oder einer Wurzelzange erreicht und entfernt werden kann. Dann folgt auch hier die Wundversorgung.

Mögliche Komplikationen
Wie bei jedem Eingriff können auch bei einer Zahnentfernung Komplikationen eintreten. Grundsätzlich ist der Bereich, in dem der Zahn gezogen wurde häufig geschwollen und empfindlich. Zusätzlich kann ein Taubheitsgefühl eintreten, wenn bei der Extraktion ein Nerv verletzt wurde. Auch Infektionen oder Narbenbildung können entstehen, sowie allergische Reaktionen auf verwendete Materialien und Substanzen. In den meisten Fällen verläuft das Entfernen eines Zahns allerdings ohne Probleme. Lassen Sie sich dennoch am besten von Ihrem Zahnarzt vorab über mögliche Komplikationen aufklären.

Nach dem Eingriff
War der Eingriff ambulant, ist es am Besten, sich Abholen zu lassen und an diesem Tag weder Auto zu fahren noch Maschinen zu bedienen. In den ersten Stunden darf nur Wasser getrunken werden - auf Kaffee und Alkohol sollte ein paar Tage ganz verzichtet werden, damit die Wunde nicht gereizt wird. Für ein paar Tage wird meist auch nur breiartige oder flüssige Nahrung empfohlen - so wird kein Druck auf die Wundstelle ausgeübt und die Schmerzen halten sich in Grenzen. Nach dem Essen den Mund vorsichtig aber gut ausspülen und beim Zähneputzen sehr behutsam vorgehen. Um die Wundheilung nicht zu gefährden, wird davon abgeraten, in den ersten Wochen nach dem Eingriff zu rauchen. Grundsätzlich gilt, dass Kälteanwendungen für die Heilung förderlich sind und Wärme eher schädlich. Normalerweise sollten Sie sich nach 2-3 Tagen wieder einigermaßen fit fühlen. Falls Sie weiterhin starke Schmerzen, Fieber oder Blutungen haben, ist es besser sich noch einmal an Ihren Zahnarzt zu wenden.

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