Statt krummen Zähnen oder Zahnlücken lieber gleichmäßige weiße Zähne, auf denen Schmuck schimmert und blitzt? Dank modernen Innovationen und Klebetechniken kein Problem. Die Lösungen nennen sich Veneers, Dazzler, Twinkles oder Zahn-Tatoos.
Veneers
Für ein makelloses Lächeln wird heute gerne zu den zarten Verblendschalen, den so genannten Veneers, gegriffen. Diese Hightech-Entwicklung ist speziell für die Frontzähne gedacht: mit etwa 0,5 mm dicken Kunststoff- oder Keramikschalen ist es durch sie möglich, unschöne Zähne zu verblenden. Zu Beginn der Behandlung sollte eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden und der Austausch alter Füllungen stattfinden. Bei verfärbten Zähnen wird eine detaillierte Farbanalyse der Nachbarzähne gemacht, damit die Veneers zum Erscheinungsbild der übrigen Zähne passen. Zur Herstellung der Veneers wird meist ein Abdruck des Gebisses angefertigt und im Labor werden anschließend die Verblendungen anhand des Modells hergestellt.
Bevor die Veneers mittels Adhäsivtechnik aufgeklebt werden, werden die Zähne außen und an der Kante leicht angeschliffen. Da ihr Material lichtdurchlässig ist, unterscheiden sich die verblendeten nicht von den natürlichen Zähnen. Veneers werden meist dann gewünscht, wenn:
- Verfärbungen an den Zähnen vorliegen, die durch ein Bleaching nicht beseitigt werden können
- die Frontzähne schief stehen
- zahnfarbene Füllungen nötig waren, die nicht genau an die Zahnsubstanz angepasst werden konnten
- man eine Zahnlücke korrigieren möchte
- abgebrochene Zähne (Zahnfrakturen) repariert werden sollen
- Zähne zu schmal oder kurz sind - also zur Kaschierung von Stellungsanomalien
Vor- und Nachteile von Veneers
Die Zähne werden für den Einsatz der Veneers nur minimal angeschliffen, somit ist der Substanzverlust viel geringer als etwa bei einer Krone und das verwendete Material wird meist sehr gut vertragen. Die Veneers sind genauso stabil wie die natürlichen Zähne und schützen die Schneidekante der Frontzähne. Sie beseitigen optimal Verfärbungen oder Zahnlücken und haben mit zehn bis 15 Jahren eine hohe Haltbarkeit. Deutlicher Nachteil sind allerdings die hohen Kosten der Veneers: je nach Aufwand und Material können sie pro Zahn von 500 Euro -1000 Euro kosten. Da es sich um rein ästhetische Korrekturen handelt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Veneers in der Regel nicht. Für jeden eigenen sich Veneers jedoch nicht: wer mit den Zähnen knirscht, eine sehr dünne Zahnschmelzschicht oder besonders starke Verfärbungen hat, sollte auf sie verzichten. Auch bei einer sehr schlechten Mundhygiene oder Zähnen mit hoher Kariesaktivität ist ihre Anwendung eher bedenklich - die Verblendungen werden zwar sehr dicht auf die Zähne geklebt, aber ein Risiko für erneute Karies besteht dennoch. Desgleichen sollten tote oder stark zerstörte Zähne nicht mit Veneers verkleidet werden - hier eignen sich Kronen oder Brücken besser, da die spröde Zahnsubstanz brechen kann.
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